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Cedar KI-Telefonassistent senkt Gesprächszeit um 24 %

Der Cedar KI-Telefonassistent Kora hat bei Gastro Health, einer der größten gastroenterologischen Praxisgruppen der USA, die Bearbeitungszeit der Mitarbeiter am Telefon um 24 Prozent gesenkt, wie Cedar und Fierce Healthcare am 15. Juni 2026 berichteten. Seit dem Start im September 2025 hat die Praxisgruppe zudem den Personaleinsatz im von Cedar betreuten Callcenter um 22 Prozent verringert. Für jedes Unternehmen mit einer stark belasteten Abrechnungshotline zeigt der Fall, dass Routinefragen an Software gehen können, während Mitarbeiter die Anrufe übernehmen, die einen Menschen brauchen.

Von Mike Mozg4 Min. Lesezeit

Warum Abrechnungsanrufe Gastro Health ausbremsten

Das Telefon zog Mitarbeiter von Gastro Health von den Patienten ab, während die Praxisgruppe wuchs. Laut der Fallstudie von Cedar betreibt Gastro Health mehr als 120 Standorte in sieben Bundesstaaten und arbeitet seit 2020 mit Cedar an Patientenabrechnung und Callcenter. Mit dem Wachstum verbrachten die Teams in den Praxen immer mehr Zeit damit, Fragen zu Leistungsabrechnungen der Versicherer und offenen Beträgen zu beantworten, statt sich um Patienten zu kümmern.

„Das Telefon ist das größte Hindernis für Wachstum und Patientenzufriedenheit." Lawrence Freni, Chief Financial Officer von Gastro Health

Freni sagte Fierce Healthcare, seine Teams seien „am Limit" gewesen, weil sie bei hohem Anrufaufkommen schnell erreichbar bleiben wollten. Leo Vela, Director of Patient Financial Services, beschrieb die Erwartung dahinter: Patienten wollen sofort Antworten.

Was Kora von Cedar bei einem Abrechnungsanruf macht

Kora ist ein KI-Sprachagent, der Abrechnungsanrufe von Patienten selbstständig beantwortet und die schwierigeren an Menschen weitergibt. Cedar brachte ihn im April 2025 auf den Markt. Laut Fierce Healthcare ist er 24/7 erreichbar, mit Cedars eigenen Abrechnungsdaten aus dem Gesundheitswesen trainiert und übernimmt die Identitätsprüfung, Rechnungen im Inkasso, Fragen zum offenen Betrag, Rechnungserklärungen und ausgehende Inkasso-Kampagnen. Braucht ein Anruf einen Mitarbeiter, gibt Kora die Gesprächsdetails weiter, sodass der Mitarbeiter nicht bei null anfängt. Freni sah Kora zuerst bei einer Veranstaltung von Cedar, und Gastro Health ging im September 2025 damit live. Das Quellsystem der Praxisgruppe ist eClinicalWorks.

Wie der Sprachagent im Alltag mit Patienten spricht

Patienten sprechen mit Kora in normalen Sätzen, statt sich durch ein Tastenmenü zu drücken oder in der Warteschleife zu hängen. Laut Vela fühlt es sich sehr ähnlich an wie ein Gespräch mit einem Menschen: Unterbricht ein Patient, hört Kora auf zu sprechen und hört zu. Weil die Praxisgruppe ihren Sitz in Südflorida hat, war entscheidend, dass Kora Anfragen auf Spanisch beantworten kann. Laut Cedar lernt das System laufend die Besonderheiten von Gastro Health, von häufigen Eingriffen über Abrechnungsmuster bis zur komplizierten Versicherungslage in der Gastroenterologie, damit es mehr Anliegen löst, ohne einen Patienten weiterzuverbinden.

Was die Zahlen seit dem Start im September 2025 zeigen

Die Bearbeitungszeit der Mitarbeiter sank um 24 Prozent, weil Kora die Identität prüft und die wichtigsten Angaben sammelt, bevor ein Anruf übergeben wird, so Cedar. Der Personaleinsatz für die von Cedar betreuten Callcenter-Leistungen liegt seit dem Start um 22 Prozent niedriger. Beim Anrufvolumen zählen die beiden Quellen unterschiedlich: Laut der Fallstudie von Cedar hat Kora in der Praxisgruppe mehr als 55.000 Abrechnungsanrufe übernommen, Fierce Healthcare berichtete von mehr als 60.000 Anrufen. Zur Zufriedenheit gibt Cedar für Gespräche mit Kora eine Bewertung nach dem Anruf von 4 von 5 an, im Rahmen der Vergleichswerte im Gesundheitswesen, und Fierce Healthcare berichtete, dass mehr als 80 Prozent der Patienten in einer Umfrage nach dem Anruf „sehr zufrieden" waren.

Bei allen Kunden zusammen hat Kora seit April 2025 fast 400.000 Patientenanrufe bearbeitet. Mehr als ein Dutzend Anbieter nutzen das System, darunter Hartford HealthCare, Keck Medicine of USC, ApolloMD und Emerus. Bei ApolloMD trug die Plattform laut Unternehmen zu einem Anstieg der Patientenzahlungen um 42 Prozent bei.

Was sich für ein medizinisches Abrechnungs-Callcenter ändert

Für die Abrechnungsabteilung eines Leistungserbringers liegt der Wert in der Arbeitsteilung. Routinefragen zu offenen Beträgen und Gebühren gehen zu jeder Tageszeit an den Sprachagenten, und ein Mitarbeiter bekommt die Anrufe, die Urteilsvermögen brauchen, mit bereits geprüfter Identität. Vela fasste die Wirtschaftlichkeit in einem Satz zusammen: „Man muss wachsen können, ohne die Kosten des Inkassos zu erhöhen." Laut Freni macht die Umstellung bei Liquidität und Patientenzufriedenheit einen echten Unterschied.

Die Zahlen stammen von den Unternehmen selbst. Auf der Website von Cedar steht, dass die Kennzahlen zu Kora aus Pilotprojekten und Umfragen von 2024 bis 2026 stammen, nicht aus einer unabhängigen Prüfung. Zum Start wollte Cedar 30 Prozent der eingehenden Abrechnungsanrufe automatisieren. Als nächste Ziele nennt das Unternehmen nun die ausgehende Patientenansprache und die Automatisierung von Abläufen mit KI-Agenten. Das sind Pläne, keine Ergebnisse.

Fragen und Antworten

Was ist der Sprachagent Kora von Cedar?

Kora ist Cedars KI-Sprachagent für die Patientenabrechnung, gestartet im April 2025. Er prüft die Identität von Patienten, beantwortet Abrechnungsfragen, erklärt Gebühren und leitet bei Bedarf an einen Mitarbeiter weiter. Dabei gibt er die Gesprächsdetails weiter, damit der Mitarbeiter das Anliegen schneller lösen kann.

Wie viele Anrufe hat Kora bei Gastro Health bearbeitet?

Laut der Fallstudie von Cedar mehr als 55.000 Abrechnungsanrufe seit September 2025, Fierce Healthcare berichtete von mehr als 60.000. Bei allen Anbietern, die ihn nutzen, hat Kora fast 400.000 Patientenanrufe bearbeitet.

Kann der Sprachagent Patienten auf Spanisch antworten?

Ja. Laut Cedar beantwortet Kora Anfragen auf Spanisch, was Gastro Health mit Sitz in Südflorida für seine Patienten als unverzichtbar ansah.

Die Sicht von MOZGII

Wie wir es bauen würden

Ein Sprachagent für die Abrechnung hängt an zwei Dingen: zu wissen, wer anruft, und zu wissen, was tatsächlich auf der Rechnung steht. Wir würden mit den Daten beginnen. Der Agent bräuchte Lesezugriff auf das Patientenkonto, auf die Abrechnungs- und Zahlungsdaten hinter jedem offenen Betrag und auf die Leistungsabrechnung, die der Versicherer geschickt hat. Ohne sie kann er nur Zahlen vorlesen, und Patienten rufen an, weil genau diese Zahlen sie schon verwirren.

Den Agenten würden wir anfangs eng halten. Er würde die Identität prüfen, einen offenen Betrag erklären, eine Zahlung annehmen oder eine Ratenzahlung einrichten und alles andere mit einer kurzen schriftlichen Zusammenfassung an einen Mitarbeiter übergeben. An der Übergabe scheitern solche Systeme meist: Ein Patient, der einem Menschen alles noch einmal erzählen muss, ist verärgerter als einer, der den Bot nie erreicht hat. Die Abrechnungsteams würden jede Woche eine Stichprobe aufgezeichneter Anrufe prüfen, falsche Erklärungen markieren und daraus Testfälle machen, die jede Änderung am Agenten zuerst bestehen müsste.

Die eine Kennzahl, die wir beobachten würden, ist der Anteil der Anrufe, die beim ersten Kontakt gelöst werden, ohne dass zur selben Rechnung erneut angerufen wird. Gesprächszeit und Personal können sinken, während Patienten einfach noch einmal anrufen. Als Nächstes würden wir die ausgehende Seite bauen: Anrufe, bevor eine Rechnung ankommt, die erklären, was die Versicherung bezahlt hat und was der Patient schuldet, damit gar nicht erst so viele verwirrte Anrufe eingehen.

Quellen

Woher die Fakten dieser Meldung stammen.

  1. 01Cedar shares results after a year of its AI voice agentfiercehealthcare.com
  2. 02Gastro Health Builds a More Scalable Patient Billing Operation With AI-Powered Call Support | Cedarcedar.com

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